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397 Arten - last update: 24.04.2017
DatenBasisArtname deutschArtname wissenschaftlich
Bild für 'Regenbrachvogel' fehlt
Foto: Peter von Schmiterlöw
Regenbrachvogel
Artname wissenschaftlich: Numenius phaeopus
- englisch: Whimbrel
FamilienName deutsch: Schnepfenverwandte
DDA-Kürzel: 
DDA-Häufigkeit: 
Lebensweise in Deutschland: Z: Durchzügler regelmäßig
Kategorie: A1: akt. Wildvogel in BRD (seit 1950)
dokumentationswürdig: nicht dokumentieren
Details zur Doku-Würdigkeit: 
Beobachtungs-Daten
max. Auftreten
max. Auftreten / KJ-Hälfte
Erst-Beobachtungen
Letzt-Beobachtungen
SchlafplätzeFunktion für diese Art nicht verfügbar
lokales Auftreten
Datei für Grafik fehlt
für Vergleiche verschiedener KJ und/oder Arten siehe "Beobachtungen" Schaltfläche "Phänologie"



Erläuterungen zur Datenbasis "ABBO-Jahresberichte"

(Version 10.05.2016)
  1. Vorbemerkung

    Der ABBO-Jahresbericht (JB) ist eine wissenschaftliche Veröffentlichung in der ABBO-Zeitschrift "OTIS". Er trägt den Titel "Avifaunistischer Jahresbericht für Brandenburg und Berlin" und beschreibt das avifaunistische Geschehen eines Kalenderjahres. Basis seiner Aussagen ist eine Sammlung von ornithologischen Beobachtungs-Meldungen aus einer Vielzahl von Quellen. In seinem Abschnitt "Spezieller Teil" wird jede vorkommende Vogelart abgehandelt. Innerhalb dieser Art-Absätze werden die von den Autoren für den JB wesentlich erachteten Beobachtungs-Meldungen aufgeführt.

    Die Meldungen erreichen die ABBO auf unterschiedlichen Wegen. Vor einer JB-Bearbeitung werden sie in eine spezielle Datenbank (DB) übertragen. Diese DB ist z.Z. nicht öffentlich zugänglich.


  2. Unser Konzept, unsere Lösung

    Es ist ausdrücklich nicht unser Ziel den JB in irgend einer Form zu kopieren oder gar zu ersetzen. In der Prozeßkette aus Daten-Gewinnung, -Erfassung, -Archivierung und Auswertung ist der JB eine Form der Auswertung.

    Unsere Lösung soll die erweiterten Möglichkeiten bei der Archivierung von Beobachtungs-Meldungen in einer DB zeigen. Die technische Entwicklung erlaubt es, Aufgaben, die früher der Archivierung vor- und nachgelagert waren, von der die DB umhüllenden Software leisten zu lassen. Dabei wird in keiner Weise interpretiert, sondern es werden allein unterschiedliche Sichten auf Daten produziert.

    Unser Konzept geht von der Annahme einer standardisierten JB-Erstellung in folgenden Haupt-Schritten aus:

    • Eintrag aller eingehenden Meldungen in eine DB (laufend bei Meldungseingang),
    • Kennzeichnung der für den JB relevanten, zitierfähigen Meldungen innerhalb der DB (wahlfrei, min. einmal jährlich),
    • Interpretation der Daten in einem JB (jährlich in zum Druck geeigneter Form).

    Unsere Lösung ist eine DB mit für den JB als relevant gekennzeichneten Meldungen. Als Datenbasis dienten uns dazu die von den Autoren zur Verfügung gestellten Dateien für den Druck der JBs. Aus der Sicht vorgenannter Schritte war also eine "Rückübersetzung" der Daten aus ihrer Interpretation erforderlich. Diese Transformation gelang, weil die Vorlagen sehr gut strukturiert sind und die Autoren uns großartig unterstützten. Die Daten der Beobachtungs-Meldungen konnten wir vollständig übernehmen. Gegenüber den Druckausgaben fehlen allein die klar abzugrenzenden Bereiche der Daten:

    • aus Tabellen mit akkumulierten Mengenangaben,
    • zum Brutgeschehen,
    • zu Hybriden,
    • zu Exoten (nicht in unserer DB enthaltene Arten (z.B. Bahamaente)).

    Ausnahmen mussten darüberhinaus bei Meldungen gemacht werden, die formal nicht den Regeln der DB genügten. Welche Regeln das sind, beschreiben wir weiter unten. Eine aus der Sicht der Autoren vernachlässigbare Abweichung gegenüber den Druckausgaben besteht aus Korrekturen, die noch unmittelbar vor dem Druck der "OTIS" erfolgten, aber nicht mehr in die letzten Dateiversionen eingearbeitet sind.

    Der gewählte arbeitsintensive Weg zur Darstellung unserer Lösung war sinnvoll, weil ein unmittelbar anwendbares Ergebnis am überzeugendsten wirken muss. Unsere Arbeit war wesentlich von manuellen Arbeitsschritten gekennzeichnet. Wir hoffen, dabei eine so geringe Fehlerrate produziert zu haben, dass professionelles Arbeiten mit dem Ergebnis möglich ist. Über jeden Hinweis zu notwendiger Korrektur sind wir dankbar.


  3. Regeln der Datenübernahme

    Ein Hinweis zur Schreibweise von Tabellen- und Feldnamen in nachfolgendem Text: Diese Namen werden benutzt, wie sie in der Software heißen. Sind sie aus abgekürzten und/oder zusammengesetzten Wörtern gebildet, wurde die Schreibweise "CamelCase" angewendet. Beispiel: anstelle von "Beobachtungortsname" steht "BeoOrtsName".

    In einer DB werden Informationseinheiten gespeichert. Diese Einheiten werden in Form von Sätzen gebildet. Die bestehen aus Pflicht- und Kannfeldern. Alle Felder haben Namen. Werden die Pflichtfelder einer Informationseinheit nicht vollständig mit formal korrekten Daten belegt, ist die Speicherung nicht möglich.

    Für die Beurteilung, ob eine Meldung aus dem JB von uns gespeichert werden konnte, ist es also allein erforderlich zu wissen, ob die Pflichtfelder der Informationseinheit "Beobachtung" vollständig mit Daten belegt werden konnten. Pflichtfelder sind:

    • ArtNameGerman,
    • gesamt (= Anzahl der festgestellten Individuen),
    • BeoDatumVon (= ein Tagesdatum),
    • BeoOrtsName,
    • MelderName1.

    Diese Namen begegnen uns auch als Spaltenüberschriften von Listen und Bezeichnungen von Feldern in Formularen. Alle Felder der Informationseinheit "Beobachtung" (einschl. der Kannfelder) werden angezeigt, wenn der Nutzer sich in den Listen bis zum Datensatz "durchklickt".

    Für jede in den JBs zitierte Meldung haben wir einen oder mehrere Datensätze angelegt. Unter "zitierter Meldung" verstehen wir jene Daten, die im speziellen Teil des JB innerhalb der Art-Absätze zwischen zwei Sternchen angegeben sind.

    Regeln für die Belegung der Pflichtfelder:

    1. ArtNameGerman

      Regel: ein deutscher Artname aus unserer Tabelle "tblArten".

      In einzelnen Fällen sind die vorgefundenen deutschen Artnamen durch die in unserer DB gespeicherten ersetzt, d.h auf den Stand der "Artenliste der Vögel Deutschlands" (Peter H. Barthel und Andreas J. Helbig) aus "LIMICOLA, Zeitschrift für Feldornithologie" Band 19, Heft 2/2005 gebracht.


    2. BeoDatumVon

      Regel: ein Tagesdatum im Format "TT.MM.JJJJ".

      Manipulationen waren also immer dann nötig, wenn im JB ein Beobachtungszeitraum größer ein Tag angegeben war, denn eine wirklich vollständige Rückübersetzung hätte durchweg einen Satz je Beobachtungstag generieren müssen. Ein solches Abbild erschien uns aber in vielen Fällen als wirklichkeitsfremd.

      Unsere Lösung:

      • ein Satz, wenn ein Tagesdatum angegeben war,
      • ein Satz, wenn ein Zeitraum angegeben war und die Datumsangaben von einem Bindestrich getrennt waren,
      • zwei Sätze, wenn ein Zeitraum angegeben war und die Datumsangaben von einem Schrägstrich getrennt waren.

      Belegt wird das Pflichtfeld "BeoDatumVon" und das Kannfeld "BeoDatumBis". Im Fall eines Zeitraumes und Datumstrennung mittels Schrägstrich wurde das zweite Datum als "BeoDatumVon" in den zweiten Satz übernommen.


    3. BeoOrtsName

      Regel: ein BeoOrtsName aus unserer Tabelle "tblBeobachtungsOrte".

      Den Ortsangaben müssen Geo-Koordinaten zugeordnet werden. Das war bei Nennung nur eines einzigen tatsächlich existierenden Ortes, Gewässers oder NSGs ohne Schwierigkeit zu verwirklichen. Die sind komplett bei uns gespeichert. Bei Angaben in anderer Form musste manipuliert oder sogar weitere Sätze in Tabelle "tblBeobachtungsOrte" aufgenommen werden. Zu Letzterem haben wir uns z.B. entschlossen, wenn eine Flussstrecke angegeben war (Beispiel: "Oder Bleyen/Kienitz").

      Generell enthält der Datensatz für unsere Lösung zwei Felder für Ortsangaben:

      • BeoOrtsName (Pfichtfeld)

        Eingetragen wird der Ortsname für den geografische Koordinaten existieren. Er ist gleichzeitig Teil der Satz-ID.

        Ließ die JB-Angabe keine eindeutige Zuordnung zu, haben wir versucht eine Ortsangabe zu finden, die als gedachter Mittelpunkt der linienförmigen oder flächigen Ortsbeschreibung dienen kann. Beispiel: Für die Angabe "Unteres Odertal Stützkow-Lunow/UM-BAR" ist "Stolpe (UM)" eingetragen.

        Im JB existieren Ortsangaben, für die die Zuordnung eines gedachten Mittelpunkt absolut spekulativ ist (geschätzt 10...20%). Hier hat der Benutzer allein die Möglichkeit sich des Originaltextes aus nachfolgend beschriebenem Feld zu bedienen.

      • BeoOrtsDetails (Kannfeld)

        Immer dann, wenn die JB-Angabe nicht allein aus einem Eintrag aus unserer Tabelle "tblBeobachtungsOrte" bestand, wurde sie unverändert hier eingetragen. Das war auch dann der Fall, wenn einem existierenden BeoOrtsNamen nur Attribute wie "bei" oder eine Angabe in Form einer Himmelsrichtung beigegeben waren (Beispiel: "SE Luckau").


    4. MelderName1

      Regel: das Konstrukt "KomplettName" aus Tabelle "tblBeobachter" (Familien- und Vorname einer natürlichen Person im Format "FamName, VorName").

      Nachfolgend werden die Bezeichnungen "Melder" und "Beobachter" synonym benutzt.

      BeoDaten sind Grundlagenwissen der Ornithologie. Beobachtungen aber sind ein singuläres, nicht reproduzierbares Ereignis. Diese Tatsache lässt der Nennung der Namen der Melder eine besondere Bedeutung zukommen. Deren bekannte Integrität und Fachwissen sind die wesentlichen Merkmale des Wahrheitsgehaltes einer Meldung!

      Diese Sicht zwingt eigentlich, eine Verbindung zum Melder zu kennen. Die JB-Autoren haben uns aber gelehrt, dass es in der Vergangenheit in der ornithologischen Literatur absolut üblich war, auch ohne derartige Kenntnis zu arbeiten. Ein Umstand, der sich zukünftig sicher ändern wird. Wir haben uns zu Gunsten einer vollständigen Datenübernahme diesem Vorgehen angeschlossen.

      Fehlen im JB die Vornamen der Melder oder sind sie nur abgekürzt genannt, haben wir das Konstrukt "KomplettName" auf folgenden Wegen gebildet:

      • Buchstaben als Vornamen bei "bekannten" Meldern.

        Die Buchstaben wurden durch die ausgeschriebene Form des Vornamens ersetzt.

        Als Vorlagen für "bekannte Melder" dienten uns das Verzeichnis der Mitglieder der ABBO, gesammelte Anschriften aus der MailGroup Orni-BB sowie das Wissen der JB-Autoren. Die Zuordnung bleibt spekulativ, insbesondere wenn uns mehrere Melder mit gleichem Familiennamen und auch gleichem Anfangsbuchstaben für den Vornamen bekannt waren. Geholfen hat das Wissen der JB-Autoren um die üblichen BeobachtungsGebiete der Melder. Wir hoffen auf nur wenige Fehler.

      • Buchstaben als Vornamen bei "unbekannten" Meldern.

        Im Komplettnamen wird der Vorname (wie im JB) durch einen Buchstaben mit nachfolgendem Punkt dargestellt. Der Melder wurde (im DatenSatz der Tabelle der Melder) als "unbekannter Melder in ABBO-JB" gekennzeichnet. Diese Regel erfüllt nicht den genannten Anspruch auf Bekanntheit des Melders.

      • MelderName ohne Angabe des Vornamens.

        Wurde im JB allein ein Name angegeben, den wir als Familiennamen deuteten, haben wir als Vornamen das Literal "nomen nescio" eingetragen. Die Regel erfüllt allein den formalen Anspruch der DB, auf Vorhandensein eines Vornamens.

      • MelderName keine natürliche Person.

        Zu Gunsten der Vollständigkeit haben wir an den Plausibilitäten vorbei für folgende Melderangaben separate Sätze in unsere Tabelle "tblBeobachter" eingefügt: "BOA", "DAK", DSK", "Märkische Oderzeitung" und "Naturwacht".

        Für alle anderen nicht natürlichen Personen wurden das Literal "nomen nescio" (= der Name ist nicht bekannt) benutzt.

      • AutorenNamen von im JB-Literaturverzeichnis aufgezählter DatenQuellen.

        Konnte der tatsächliche Beobachter von uns nicht ermittelt werden, haben wir den Name des Autors der im JB-Literaturverzeichnis genannten Quelle eingetragen. Zusätzlich wurde im NotizFeld des Satzes ein Hinweis der Art "(Als Melder ist ersatzweise der Autor der im Literaturverzeichnis des JB genannten Quelle eingetragen)" gegeben.


      Mehrere Melder je Meldung:

      In Fällen, in denen mehr als ein Melder genannt waren, übernahmen wir die ersten max. vier (in gleicher Reihenfolge wie im JB) in unseren Datensatz. Der erste Name wird gleichzeitig Bestandteil der Satz-ID. Sind mehr als vier Namen genannt und/oder taucht das Kürzel "u.a." in der Vorlage auf, ist im Datensatz im Feld "Melder5" dieses Kürzel eingetragen.

      So sinnvoll eine mehrfache Beobachtung derselben Situation aus ornithologichen Gründen ist, schafft die Nennung mehrerer MelderNamen zu einer Meldung Probleme bei unserer "Rückübersetzung". Vergleichbar der Angabe von Beo-Zeiträumen > 1 Tag wäre in solchen Fällen je Melder ein Satz erforderlich. Wir haben uns auch aus Gründen der Übersichtlichkeit entschlossen diesen Weg nicht zu gehen. Bei Meldungen, die nur einen Beobachtungstag beschreiben, bleibt die sachliche Aussage insgesamt korrekt. Ist jedoch im JB ein BeoZeitraum > 1 Tag genannt, muss die Zuordnung der MelderNamen zu einzelnen Tagen des Beo-Zeitraumes nicht mehr gegeben sein. Die sachliche Aussage der Meldung ohne MelderNamen ist jedoch nicht gefährdet.


    5. gesamt und Verhalten

      Im JB sind den Mengenangaben teilweise Attribute beigegeben, zum

      • Geschlecht,
      • Lebensalter,
      • Kleid,
      • Verhalten.

      Für die Mehrzahl dieser Attribute existieren im Datensatz separate Felder. Sie wurden entsprechend belegt. Weiter differenzierende Angaben z.B. zum Lebensalter in den Formen "diesjährig", "vorjährig", "subadult" oder "K1...4" sowie Angaben zu den Kleidern sind von uns im NotizFeld des Satzes eingetragen.

      Folgende Manipulationen wurden erforderlich:

      • Mengen-Angaben mit Lebensalter-Attribut

        Die Mengenangabe wurden in die zugehörigen Mengenfelder übernommen:
        - "ad" in das Feld "adult",
        - "immat", "diesjährig", "vorjährig" oder "K1...4" in das Feld "immat".
        Für alle Attribute (bis auf "ad" und "immat") wurde zusätzlich im Notizfeld ein Eintrag gemacht. Beispiel: "3 Ind dj".

      • Mengen-Angaben mit Kleider-Attribut

        Die Attribute "PK", "SK", "ÜK" wurden in das Notizfeld, bei der Angabe "PK" die Menge zusätzlich im Feld "adult" eingetragen.

      • Mengen-Angaben mit Dimension "Fam" oder "Familie"

        Bei Meldung einer Anzahl von Familien ohne genaue Individuenangabe wurden folgende Individuenzahlen eingesetzt: Bei Enten ein Altvogel (Weibchen) und mindestens ein Jungvogel pro Familie. Bei anderen Artengruppen 2 Altvögel und mindestens ein Jungvogel pro Familie. Im Notizfeld wird ein Hinweis in der Form "n Familie(n)" gegeben.